Loslassen oder Festhalten?

Lebe,

sei glücklich und

mache andere

glücklich

Mary Shelley

In den 30igern sammeln wir, in den 40igern verfeinern wir unseren Geschmack und bewahren.

In den 50igern angekommen ,fangen wir auf einmal an zu entrümpeln. 🙂

Was passiert mit uns, wenn wir anfangen zu entrümpeln und loszulassen ?

Es gibt ein tolles Buch von Karen Kingston, das heißt „Feng-Shui gegen das Gerümpel des Alltags“.

Eine alte Harmonielehre aus China, verbunden mit unserem täglichen Alltag, die möchte das Mensch und Umgebung harmonisieren. Daran ist nichts falsch und vielleicht leben wir auch schon bewusst oder unbewusst nach diesem Prinzip. Es ist auch nicht wichtig Feng-Shui eins zu eins umzusetzen, sondern ein paar Grundsätze zu beachten.

Ich habe dieses Buch schon sehr oft an meine Freunde verschenkt und mittlerweile tauschen wir uns rege darüber aus, was mit uns passiert.

Als ich selbst, das erste Mal dieses Buch gelesen hatte, kam ich gar nicht bis zum Ende. Auf einmal waren da so viele Anregungen und Beispiele, die ich sofort umsetzen musste. Es liegt in der Natur der Frauen, dass man das sofort möchte. Ein Mann würde da wahrscheinlich erst Wochen drüber nachdenken. 🙂

Eine meiner Freundinnen rief an und sagte,“ ich habe das Buch nun endlich mal zu Ende gelesen. Und weißt du, es ist schon ein komisches Gefühl dabei. Als ich anfing, den Schrank auszuräumen und überlegt habe, was behalte ich und was nicht, kamen mir auf einmal die Tränen. Da waren Erinnerungen da, die ich völlig vergessen hatte, positiv und negativ. Aber es war gut. Alles was mich negativ an etwas erinnert hat kam weg und ich mache diesen Schrank jetzt mit Freude auf. Und irgendwie möchte ich gern auch für mich was verändern, nochmal was Neues beginnen, jedoch muss das noch reifen. Mein Mann hat meinem ganzen Treiben mit einem Lächeln zugesehen und sich nur gewundert. Ich glaube auch er wird anfangen, seine Dinge mal durchzusehen, jedoch braucht er Zeit.“

Und dann erzählte Sie: „Ich hab mir natürlich die bestimmten Bereiche im Haus angesehen und musste schmunzeln. In meiner Beziehung und Partnerschaftsecke steht schon seit ewigen Zeiten ein Herz. Also habe ich doch vieles schon aus einer Intuition heraus richtig gemacht.“ Und ich kann nur sagen, die beiden lieben sich seit ewigen Zeiten und das spürt man.

Eine andere Freundin meinte:“ Ich habe wieder Lust meine Kellerbar herzurichten, es ist nur ein Abstellplatz im Moment. Und mit diesen Beziehungen und Partnerschaftsecken, ja ich glaube, da ist bei mir noch zu viel Gerümpel, daher war ich für etwas Neues auch nie so recht bereit. Ich denke, ich muss erst mal bei mir Ordnung schaffen im Haus, wie im Kopf, um mich wieder richtig wohlfühlen, dann kann ich auch entspannt wieder in eine Beziehung gehen“

Interessant war, dass fast alle zuerst in die Beziehung- und Partnerschaftsecke geschaut haben, nachdem sie das Buch gelesen hatten. 🙂 Und danach erst in die Reichtums und Geld Ecke.

Um es ganz einfach darzustellen, die Beziehungsecke ist immer die rechte hintere Ecke von der Eingangstür aus. Dies kann man auf das Grundstück anwenden, vom Eingang zum Grundstück ausgesehen, auf das Haus /Wohnung von der Eingangstür aus, sowie auf jeden Raum von der Zimmertür aus. Ja und nun schaut mal in eure Ecken? 🙂

Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis zeigt, dass da was faul ist, im wahrsten Sinne. Es wird gestritten, man redet nicht, sie wünscht wieder mehr Leidenschaft  und er schaut lieber fern oder googelt sich durch das Internet. Das Haus ist aufgeräumt, ein paar Dinge wollte Sie eh verändern und da fragt man sich, was stimmt hier nicht. Ja und das Ergebnis ist, in der rechten hinteren Ecke des Grundstückes ist der Komposthaufen, offen, nicht abgedeckt und es stinkt. Natürlich werden jetzt einige sagen, na so ein Quatsch, das hat doch damit nichts zu tun. Mag sein, aber spannend wäre ja mal zu wissen: Was passiert, wenn dieser Komposthaufen nicht mehr dort wäre und vielleicht lieber eine schöne Rose dort blüht? Dann klappt es vielleicht auch wieder mit der Liebe und Erotik.

Kennt ihr das Gefühl, das es einen Raum in eurem Heim gibt, den ihr ungern betretet? Da sagt man sich, oh hier müsste ich echt mal aufräumen oder es stört einen etwas und man kann es gar nicht so recht benennen. Da steht vielleicht noch ein Möbelstück vom Expartner rum, es stand schon immer da und warum sollte man es wegwerfen. Da es der Expartner ist, verbindet man damit nicht unbedingt positive Erinnerungen, sonst wäre es ja nicht der EX. Das setzt sich im Unterbewusstsein fest und jedes Mal, wenn man daran vorbeigeht wird das verstärkt. Man soll es ja auch nicht wegwerfen. Nur wenn er es nach 1 Jahr nicht geholt hat, dann hat er vielleicht selbst keine guten Erinnerungen dran. Und dann sollte man es verkaufen und sich etwas Schönes Neues dahinstellen, was man sich selbst ausgesucht hat.

Manchmal ist es vielleicht auch nur ein Bild oder eine Dekoration. Wichtig ist sich wohl zufühlen und unser Auge nimmt die schönen Dinge war, leitet es weiter ans Gehirn und schon können wir uns freuen. 🙂

Natürlich gibt es da noch das virtuelle Gerümpel, unzählige Emails, WhatsApp, Nachrichten. Es ist so zur Gewohnheit geworden, ständig das Handy dabei zu haben. Da geht man auf eine Feier und alle Welt ist ganz wichtig und simmst den halben Abend rum. Und meist haben Sie dann auch noch so eine Uhr, wo alle Nachrichten angezeigt werden und die Emails und Facebook Benachrichtigen.

Mal ehrlich, ist das nicht einfach nur nervig? Ich treffe mich doch nicht mit Freunden und unterhalte mich lieber mit dem Handy. Ich handhabe das seit einiger Zeit anders. Wenn mein Gegenüber der Meinung ist, es ist alles wichtiger als mit mir zu reden, dann sag ich das einmal und beim zweiten Mal gehe ich. Wichtige Dinge kommen nicht über WhatsApp, da kommt ein Anruf!

Ich checke einmal am Tag meine Mails, versuche Sie zu beantworten und gut. Und bei WhatsApp habe ich diesen Bing Ton abgestellt. Ich schaue auf mein Handy, wenn ich Zeit habe und es nimmt mir auch keiner übel, wenn ich mal nicht sofort antworte.

Ist es nicht schöner wieder einmal  den Hörer in die Hand zu nehmen und eine gute Freundin anzurufen. Geburtstagskarten zu verschicken, als einen Gruß per Handy. Das ist viel persönlicher und ich freue mich genauso über einen Anruf, einen Brief oder eine Karte.

Ich möchte nicht sagen, dass dies alles das Buch mit mir gemacht hat, aber es gab schon Momente, die mich in vielen Dingen zu neuen inspiriert haben und mir auch Momente der Entschleunigung gebracht haben. Man denkt einfach mehr über sich und seine Umgebung nach und setzt neue Prioritäten.

Das Schreiben hat mir schon immer gefallen. Früher habe ich das ab und an gemacht und habe auch angefangen ein Buch zu schreiben. Dann habe ich das einfach wieder verworfen und nicht mehr darüber nachgedacht. Und mit einem Mal habe ich mir gesagt, das machst du jetzt, schreib einen Blog. Ob es jemand lesen möchte oder nicht, es tut mir gut und ich kann mich selbst darüber freuen.

Mittlerweile sind so viele Besucher auf meiner Seite, auch wenn ich mal in Pause gehe, das ist einfach schön und zeigt mir, dass ich den richtigen Schritt gewählt habe.

Gerade in unserem Alter müssen wir Lernen loszulassen, damit wir Platz für Neues schaffen. Wenn der Kopf frei ist, dann reifen wieder unsere Wünsche und Träume. Die Zeit ist jetzt diese umzusetzen, denn unser Maßband ist kürzer geworden.

Festhalten ist immer einfach, denn man muss nichts tun. Alles bleibt wie gehabt. Solange wie man sich wohlfühlt ist das ok. Jedoch wenn da kleine Zweifel kommen und der Gedanke, ich möchte dies und jenes gern anders machen, dann wird es Zeit darüber nachzudenken.

Dies betrifft genauso Beziehungen. Tut es uns gut, wenn da eine Kluft ist und keiner weiß, wie er sie überwinden kann?

Man hält fest, da man nicht alleine sein möchte, weil es Routine geworden ist und man Angst hat, vor dem was dann kommt. Es gibt nur zwei Möglichkeiten. Und da spreche ich ganz als Frau, da wir ja eh emotionaler leben. Versucht immer das Gespräch mit dem Partner zu suchen und seit tolerant. Es bringt nichts, Frust zu haben, darauf zu hoffen, dass er das schon merkt. Das macht alt, verbittert und faltig. 🙂

Und wenn all eure Bemühungen keinen Erfolg bringen, dann denkt an die schöne gemeinsame Zeit, Lächelt und freut euch, dass Ihr sie erlebt habt und lasst ihn los. Ich nenn es die Macht der positiven Gedanken, aber dazu beim nächsten Mal mehr.

Mein Spruch kennt ihr schon: „Männer sind dafür da, uns von innen Strahlen zu lassen.“ Und wenn aus dem Strahlen ein Schatten euren Selbst geworden ist, dann ist es Zeit zu gehen. Das Abenteuer Leben wartet da draußen. Wenn auch erst ängstlich und zweifelnd, jedoch mit der Zeit wird es immer besser. Jedes Loslassen braucht Zeit.

Und eines Tages kommt dann wieder diese positive Ausstrahlung aus uns heraus und wer weiß, dann kommt vielleicht so ganz leise eine neue Liebe daher. 🙂

Wer meine Beiträge gelesen hat, weiß, dass ich mal einen Freund auf „Probe“ hatte, der die Probezeit nicht bestanden hat. 🙂 Ich denke er konnte Garnichts dafür, damals habe ich einfach mit noch so vielen Erinnerungen um mich herum gelebt, er hatte eigentlich keine Chance.  Und ich glaube, so richtig verliebt, dass es hält, war ich auch nicht. Wiederholen möchte ich das trotzdem nicht nochmal, bitte bleib wo immer du bist. 🙂

Meine Entrümplungsaktionen haben bis auf ein paar kleinere Baustellen, ihre Wirkung gezeigt. Natürlich habe ich auch meine Beziehung und Partnerschaftsecke mal etwas aufgepeppt 🙂 und ja ,ich fühle mich wohl, kann mit mir selbst sehr gut leben, gehe wieder gern weg und es ist eine alte Weisheit, immer wenn man mit Garnichts rechnet, dann passiert was 🙂 🙂 🙂 Ihr wisst schon so ganze leise ……….

In diesem Sinne viel Spaß beim Lesen und vielleicht ist es für den einen oder anderen eine Anregung gewesen.

Alles Liebe Mona

mein nächster Beitrag erscheint am Freitag , den 21.09.2018

3 Gedanken zu “Loslassen oder Festhalten?

  1. Rudi

    Ach Mona , du hast ja recht . Ich hab auch so lange Festgehalten an meinem alten Leben .Ich bin jetzt endlich glücklich , hab eine Partnerschaft auf Augenhöhe und das ist klasse . Aber ich hab auch meine Zeit gebraucht , um mich auf Leben ohne Netz doppelten Boden zu begeben . Es ist auch schön , dass wir noch so gut befreundet sind .Danke du bist eine Liebe und unwahrscheinlich tolerant . Hättest du mich gewollt ,ich hätte dich nicht mehr losgelassen 😊
    LG Rudi 😊😘

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  2. Antonia

    Liebe Mona , heute möchte ich dir auch einmal schreiben , ich verfolge deinen Blog schon seit längerem und bin begeistert, dass du so offen und ehrlich das rüber bringst . Es macht Freude dies zu lesen und du sprichst mir aus dem Herzen . Mach bitte weiter . Liebe Grüße Antonia

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